Fragen und Antworten zur Gesamtschule

Gibt es im Januar 2021 einen Tag der offenen Tür?

Nein, das Konzept der Schule zur Durchführung eines Tages der offenen Tür am 16.01.2021 unter ‚Coronabedingungen‘ wurde durch das Gesundheitsamt abgelehnt. Einen Einblick können wir Ihnen jedoch auf unserem virtuellen Rundgang gewähren.

 

Wird es noch eine Infoveranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt geben?

Ob es zu einem späteren Zeitpunkt eine Infoveranstaltung geben wird, hängt wesentlich vom Infektionsgeschehen ab. Geplant ist dies, abgesehen von dem Elternabend für die an der Schule angenommenen Schülerinnen und Schüler vor den Sommerferien, derzeit allerdings nicht.

 

Zu welchem Termin nimmt die Gesamtschule erstmals Schülerinnen und Schüler auf?

Die Gesamtschule nimmt erstmals Schülerinnen und Schüler zum Beginn des Schuljahres 2021/22 auf.

 

In welchen Jahrgängen werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen?

Die Gesamtschule startet mit der Jahrgangsstufe 7 und wächst dann auf.

 

Was ändert sich für die Gesamtschüler im Vergleich zur Oberschule?

Eigentlich wenig. Beide Schulformen arbeiten in den Fächern En, Ma, De und Ch oder Ph ab den festgelegten Jahrgangsstufen leistungsdifferenziert in einem Kurssystem. Für die Gsamtschülerinnen und -schüler werden aus A- und B-Kursen lediglich G- und E-Kurse. Allerdings erfolgt die Bewertung der Schülerleistungen für die Gesamtschülerinnen und -schüler neben der bekannten Notenskala durch die Anwendung eines Punktesystems. Dieses Punktesystem zeigt für eine vergebene Note jeweils die Tendenz zur nächsthöheren oder niedrigeren Note an; es kann dadurch z.B. eine „3“, von einer „3+“ und einer „3–“.unterschieden werden.

 

Wie viele Schülerinnen und Schüler werden aufgenommen?

Der Schulträger hat die Errichtung einer fünfzügigen Gesamtschule vorgesehen, es können also etwa 135 Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, wobei ein geringer Anteil von Plätzen bereits für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten reserviert ist.

 

Wie viele Schülerinnen und Schüler werden in einer Klasse beschult?

In eine Klasse können bis zu 28 Kinder aufgenommen werden.

 

Wie viele 7te Klassen werden gebildet?

Es werden fünf Klassen gebildet.

 

Gibt es feste Klassenräume?

Jede Klasse erhält einen eigenen Klassenraum als Stammraum. Fachunterrichte wie WAT, Chemie, Bio, Kunst usw. finden aber nach Möglichkeit in den Fachräumen statt.

 

Lernen Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Laufbahnempfehlungen gemeinsam in einer Klasse?

Ja.

 

Werden Oberschüler und Gesamtschüler Pausenhof, Fachräume und Mensa/Kantine u.a. gemeinsam nutzen?

Ja.

 

Gibt es eine Kantine oder Essenausgabe, wo die Kinder sich verpflegen können?

Es gibt an der Schule eine Mensa. Hier können die Schüler und Schülerinnen sich in den Pausen etwas zu Essen kaufen, wie z.B. Schnitzelbrötchen o.ä. und dort nehmen sie ihr Mittagessen ein, sofern sie sich für die Schülerverpflegung angemeldet haben. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit, sich mit Kleinigkeiten, wie z.B. 5 Minuten-Terrinen oder Schokoriegel u.ä. im Schülercafé zu versorgen.

 

Nach welchen Kriterien erfolgt die Aufnahme an der Gesamtschule?

Im Aufnahmeverfahren ist zu unterscheiden, ob das aufzunehmende Kind die Laufbahnen

EBR (Erweiterte Berufsbildungsreife - entspricht dem Hauptschulabschluss) oder

FOR (Fachoberschulreife - entspricht dem Realschulabschluss) bzw.

AHR (Allgemeine Hochschulreife - Abitur)

anstrebt.

Für die Laufbahnen EBR und FOR gilt, dass die Aufnahme nach dem Wohnortprinzip erfolgt. Entscheidend für die Aufnahme ist die Entfernung der Wohnadresse des Kindes zum Schulstandort. Bei Übernachfrage werden Anträge mit der größten Entfernung zur Schule zuerst abgewiesen.

Für die Laufbahn AHR gilt, dass die Aufnahme nach dem Leistungsprinzip erfolgt.

Grundsätzlich soll die Schule paritätisch aufnehmen, das bedeutet im obigen Kontext, dass zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler mit den Laufbahnen EBR und FOR aufgenommen werden und ein Drittel mit der Laufbahn AHR.

 

Wie wird die Fachleistungsdifferenzierung organisiert?

Der Unterricht wird nach einer angemessenen Beobachtungszeit, jedoch spätestens mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres, in der Jahrgangsstufe 7 in den Fächern Mathematik und erste Fremdsprache in Fachleistungskursen auf zwei Anspruchsebenen, dem Grundkurs (G-Kurs) und dem Erweiterungskurs (E-Kurs), erteilt. Der Unterricht in Fachleistungskursen beginnt in Deutsch in der Regel in der Jahrgangsstufe 8, spätestens jedoch mit Beginn der Jahrgangsstufe 9 sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie oder Physik mit Beginn der Jahrgangsstufe 9. An unserer Schule wird der Unterricht voraussichtlich in Chemie fachleistungsdifferenziert angeboten werden.

 

Haben Schülerinnen und Schüler aus Ludwigsfelde und seinen Ortsteilen einen Vorteil bei der Aufnahme an der Gesamtschule?

Für Mädchen und Jungen, welche die EBR- oder FOR-Laufbahn anstreben, kann die Frage mit „ja“ beantwortet werden, insofern sie in der Kernstadt bzw. in der nahen Umgebung der Kernstadt leben. Nach derzeitigem Ermessen wird es keine Plätze mehr für Schülerinnen und Schüler aus Trebbin oder Großbeeren geben. Falls die vorgesehenen Plätze für die Laufbahnen EBR und FOR nicht ausreichen, ist vorgeschrieben, dann zuerst die am weitesten entfernt lebenden Kinder abzulehnen. Die abgelehnten Kinder erhalten dann ein Schulplatz in den anderen Gemeinden der Umgebung.

Für Schülerinnen und Schüler, welche die Laufbahn AHR anstreben, ist die Frage zu verneinen, da hier nach den Leistungen, die im ersten Halbjahr der Stufe 6 erreicht wurden, entschieden wird.

In diesem Bereich werden sich, im Gegensatz zur Oberschule, vermutlich Kinder aus dem gesamten Norden des Landkreises bewerben.

 

Wird die Kapazität der Gesamtschule für alle interessierten Schülerinnen und Schüler ausreichen?

Das Anwahlverhalten ist nicht einfach vorher zu sagen, da nicht abzusehen ist, wie viele Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern mit AHR-Laufbahn eingehen werden. Allerdings kann, wenn das AHR-Drittel voll nachgefragt ist, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Kapazität im Bereich EBR und FOR, hier gilt bei der Aufnahme das Wohnortprinzip, nicht vollständig ausreichen wird.

 

Wird das Abitur an der Gesamtschule nach 12 Jahren oder nach 13 Jahren abgelegt?

Das Abitur wird an der Gesamtschule in Ludwigsfelde nach 13 Jahren abgelegt. Der Grund hierfür liegt darin, dass bis zur zehnten Klasse gemeinsam gelernt wird und erst nach dem Eintritt in die Sekundarstufe II in der 11. Klasse (Orientierungsphase) die Grundlagen für ein erfolgreiches Ablegen des Abiturs vertieft werden.

 

Mein Kind erhält durch die Grundschule die Laufbahnempfehlung FOR. Kann es dennoch später die AHR erreichen?

Auf Grund der Durchlässigkeit des Bildungssystems ist das möglich, entscheidend ist, dass das Kind am Ende der Stufe 10 die notwendigen Voraussetzungen erfüllt.

 

Ist die Einrichtung einer Leistungs- und Begabungsklasse vorgesehen?

Nein, die leistungsstärksten Schülerinnen und Schüler werden nach wie vor am etablierten Marie-Curie-Gymnasium Ludwigsfelde betreut.

 

Wird die Gesamtschule als Ganztagsschule geführt?

Der Schulträger errichtet, abweichend von der bestehenden Ganztagsoberschule, eine andere Schulform.

Die Führung einer Schule als Ganztagsschule bedarf einer Willensbildung an der Schule, einer entsprechenden Beantragung und Genehmigung. Nach derzeitiger Sicht kann die Gesamtschule somit nicht als Ganztagsschule starten, es wird für den Jahrgang 7 voraussichtlich keine vergleichbare Vielfalt an Angeboten wie an der gut entwickelten Oberschule geben können.

Für die Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 – 10 des Schuljahres 2021/22 ist die Frage mit ja zu beantworten, für den Jahrgang 7 Gesamtschule wäre das auch wünschenswert, bedarf aber noch der Genehmigung.

 

Wann erfahren Eltern, ob ihr Kind angenommen wurde?

Der Versand aller Aufnahme- und Zuweisungsbescheide erfolgt am 01.06.2021.

Aufnahmebescheide erhalten die Eltern, deren Kinder an der Erstwunsch- bzw. Zweitwunschschule angenommen wurden. Ein Zuweisungsbescheid ergeht nach der Zuweisung einer Schule durch das staatliche Schulamt.

 

Welche Schule muss als Zweitwunschschule angewählt werden, eine Oberschule oder eine Gesamtschule?

Die Wahl der Schule obliegt den Eltern. Schüler und Schülerinnen mit einer Abschlussempfehlung EBR oder FOR können Ober- oder Gesamtschulen anwählen. Schüler und Schülerinnen mit einer Abschlussempfehlung AHR können zwischen Gymnasien, Ober- und Gesamtschulen wählen.

 

Können Kinder mit LRS, Dyskalkulie, ADHS und ähnlichen Beeinträchtigungen die Gesamtschule besuchen? Gibt es hier einen Schlüssel, wie viel Prozent diese Kinder einnehmen?

Die Schule ist für alle Kinder, unabhängig von Erkrankungen oder Beeinträchtigungen, offen. Günstig wäre es, zu beachtende Aspekte bei der Anmeldung mit anzugeben, damit besondere Anforderungen bei der Planung von Fördergruppen (obliegt den Sonderpädagogen/ Sonderpädagoginnen) und der Klassenzusammensetzung berücksichtigt werden können.

 

Wird ein Förderunterricht für Schüler und Schülerinnen organisiert, die Probleme mit dem Rechnen oder Schreiben haben?

Die Förderung von Schülerinnen und Schüler mit Problematiken beim Lesen, Schreiben oder Rechnen erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Ob ein expliziter Förderunterricht angeboten werden kann, ist von der personellen Ausstattung in jedem Schuljahr abhängig. Die Art und Weise der Unterstützung wird daher gegebenenfalls schulhalbjährlich neu organisiert.

 

Die Gottlieb-Daimler-Schule ist eine „Schule mit herausragender Berufs- und Studienorientierung“. Führt die Gesamtschule diesen Titel weiter?

Nein, dieser Titel ist der Gottlieb-Daimler-Schule als Oberschule verliehen worden. Da der gesamte Standort im Schuljahr 2021/22 aus organisatorischer Sicht eine Mischform aus drei Jahrgängen Oberschule und einem Jahrgang Gesamtschule darstellt, und insgesamt aber als Gesamtschule zu bezeichnen ist, darf die Schule den Titel nicht weiterführen.

 

Was passiert, wenn mein Kind, derzeit Oberschüler, ein Schuljahr wiederholt?

Da Organisation und Inhalte von Oberschule und Gesamtschule im Rahmen der Sekundarstufe I praktisch gleich sind, gibt es bei einem Schulformwechsel durch das Wiederholen eines Schuljahres innerhalb des Standortes keine Probleme.

 

Wie wird zukünftig die Arbeit der verschiedenen Gremien an der Schule organisiert werden?

Die Gesamtschule bedient, wie die Oberschule auch, die verschiedenen vorgegebenen Schullaufbahnen und wird in organisatorischer Einheit mit der Oberschule geführt werden. Beide Schulformen sind nach oben offen haben grundsätzlich vergleichbare Zielsetzungen. Daher ist es sinnvoll, die Gremienarbeit, z. B. die Arbeit der Fachkonferenzen oder die Konferenz der Schülersprecherinnen und -sprecher unabhängig von der Schulform zu organisieren. Die einzigen Ausnahmen von diesem Grundsatz werden die Schulkonferenzen der Oberschule und der Gesamtschule darstellen.

 

Volker Große

Schulleiter